30/10/2026 –, Debian Linguaggio: Deutsch
Solidarische Landwirtschaften stellen durch ihre kleinteiligen Anbauflächen mit vielen verschiedenen Kulturen und wöchentliche Gemüselieferungen besondere Anforderungen an Softwaretools. In diesem Vortrag erzähle ich, wie aus dem gescheiterten Versuch, eine passende Lösung zu finden, die Idee zu OpenFarmPlanner entstand: einer offenen Webanwendung zur Anbauplanung, die ich seit Dezember 2025 als Solo-Entwickler baue. Ich zeige die wichtigsten Funktionen, die technischen Entscheidungen dahinter und schließe mit einer Live-Demo.
Was ist eigentlich eine Solidarische Landwirtschaft (Solawi), und warum braucht sie andere Planungswerkzeuge als ein klassischer Gemüsebaubetrieb? Ich starte mit einer kurzen Einordnung des Konzepts, bevor ich erzähle, wie ich selbst dazu kam, OpenFarmPlanner zu bauen.
Alles begann damit, dass mich die Bäuerin der Solawi in Villach bat, eine bestehende Anbauplanungs-Software zu testen, die mich nicht überzeugte. Auf der Suche nach Alternativen probierte ich No-Code-Plattformen wie Airtable und mehrere spezialisierte Tools aus, scheiterte aber immer wieder am selben Problem: Die meisten Lösungen zwingen einen, Daten über Formulare einzugeben, während ich direkt in der Tabelle arbeiten wollte, möglichst nah am gewohnten Excel-Gefühl. Auch der Versuch, bei einem bestehenden Open-Source-Projekt mitzuarbeiten, führte nicht zum Ziel. Also entschied ich mich, selbst etwas zu bauen.
Seit Dezember 2025 entwickle ich OpenFarmPlanner, eine freie Webanwendung zur Planung des Gemüseanbaus. Die App ist mittlerweile in der Signal-Gruppe für Solidarische Landwirtschaft in Österreich geteilt und auf der Plattform von solidarische-landwirtschaft.org gelistet.
Im Vortrag gehe ich auf die technischen Grundentscheidungen ein, warum Django im Backend und React im Frontend, und stelle die wichtigsten Funktionen vor: die Verwaltung von Standorten, Feldern und Beeten, die Anbauplanung sowie die öffentliche Kulturbibliothek, in der Anbaudaten zu Kulturen und Sorten gemeinschaftlich geteilt und moderiert werden können, samt transparentem Update-Mechanismus bei Änderungen an der Quelle. Die Anwendung ist unter https://openfarmplanner.org frei zugänglich.
Den Abschluss bildet eine Live-Demo der Anwendung sowie ein kurzer Ausblick auf die nächsten geplanten Funktionen.
Ich bin Informatik-Student und Elektrotechniker, habe lange bei Infineon gearbeitet und entwickle seit Dezember 2025 OpenFarmPlanner, eine Gemüseanbauplanungssoftware. Ich bin Mitglied der SoLaWi Zwiebelzopf in Villach und engagiere mich bei der Radlobby. In meiner Freizeit bin ich viel draußen unterwegs: Slacklinen, Wandern, Klettern, Radfahren und Jonglieren.