Kärntner Linuxtag

Stephan Peijnik-Steinwender

Stephan Peijnik-Steinwender kam 2010 als Student zu Anexia und entwickelt seither Cloud
Services. Ab 2016 leitete er dort R&D, zuletzt zwei Teams mit zeitweise mehr als zehn
Mitarbeitenden, ohne das Selberbauen dabei ganz aufzugeben.

Seit 2025 ist er Chief Solution Architect bei netcup eos, das aus Anexia hervorgegangen
ist, um Cloud ohne Altlasten von Grund auf neu zu denken. Für ihn bedeutet das eine
wieder technischere Rolle. Er liefert gerne den ersten Proof of Concept und den nötigen
Anstoß, steht Kolleginnen und Kollegen bei Konzepten und Problemlösungen zur Seite und
hält Lösungen am liebsten einfach, skalierbar und langfristig wartbar. Ein guter Teil
seiner Arbeit besteht darin, dafür zu sorgen, dass Dinge, die von außen nach
Raketenwissenschaft aussehen, im Inneren keine sind.

Zu Linux kam er 1999 mit SuSE 6.2 und wechselte kurz darauf mit Potato zu Debian. An
FOSS-Projekten beteiligt er sich regelmäßig mit kleineren Beiträgen, zuletzt unter
anderem an Home Assistant und Incus. Er lebt in Kärnten und ist beim Kärntner
Linuxstammtisch aktiv.


Beiträge

30.10
19:00
30min
Einfacher als gedacht: Kubernetes mit k3s auch für kleine Umgebungen
Stephan Peijnik-Steinwender

Wie viel muss man wirklich verstehen, um Kubernetes zu benutzen? Weniger, als sein Ruf
vermuten lässt, im Kern nämlich ein einziges Prinzip. Dieser Vortrag erklärt dieses
Prinzip, geht echte Manifeste durch und zeigt einen Single-Node-Cluster auf k3s bei der
Arbeit. Zum Beispiel ein Rolling Update, bei dem der Dienst erreichbar bleibt, ohne dass
man dafür zwei Instanzen betreibt und einen Reverse Proxy von Hand umschaltet. Wer eine
docker-compose.yml lesen kann, bringt alles mit, was für den Einstieg nötig ist. Am Ende
kann man ein Manifest lesen, einen eigenen Cluster aufsetzen und einschätzen, wann sich
der Schritt lohnt und wann nicht.

GUIX
30.10
20:05
5min
contemper: Wer ein Dockerfile schreiben kann, kann auch ein VM-Image bauen
Stephan Peijnik-Steinwender

Container-Images baut heute fast jeder mit einem Dockerfile. Für VM-Images braucht es
dagegen meist eine eigene Toolchain mit eigenen Konventionen, obwohl der Inhalt im Kern
derselbe ist: ein Dateisystem und ein paar Angaben dazu, wie es bootet. contemper ist
ein freies Werkzeug (Apache 2.0), das aus einem gewöhnlichen OCI-Image eine bootfähige
VM-Disk macht. Dieser Lightning Talk zeigt in fünf Minuten, wofür es gedacht ist und
wie der Weg vom Dockerfile zur laufenden VM aussieht.

Plenum